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Geschichte der Stadt Sète im Languedoc

Mittwoch, 04. November 2009

Sètes Spuren führen bis zurück in die Bronzezeit. Die Spuren wurden 1973 im See Bassin de Thau in einer Wassertiefe von etwa 2m entdeckt. Der Städtename Sète trat bereits im Altertum auf die Bildfläche, in der Nähe von Ptolemaios als benannter Berg Setion. Auch tauchte der Name „Setius mons“ bei Avienus auf, der den Hügel benannte. Dieser Hügel heißt heute Mont St. Clair.

Der Ort war im Laufe des 16. Jahrhunderts kaum bewohnt und der Berg St. Clair war für viele Piraten ein Unterschlupf. Das damalige Cette sollte im Auftrag von König Heinrich IV zum Exporthafen für Languedoc ausgebaut werden, doch dieser Plan wurde aus nicht bekannten Gründen nie umgesetzt. Erst König Ludwig XIV setzte den Plan in die Tat um und baute die Mole und den Hafen aus. Die erste Steinmole wurde 1666 erbaut und durch den berüchtigten Festungsbaumeister Vauban Cette im Jahre 1684 besichtigt. Die Kirche St. Louis wurde dann im Jahre 1703 eingewieht.

Sete in englischer Hand
Im Jahre 1710 belagerten die Engländer die Hafenstadt und nahmen diese ein. Doch dies man konnte die Stadt nur wenige Stunden halten ehe diese von den Truppen des Herzogs von Noailles befreit wurden. Saint Pierre und Butte Ronde, die beiden Festungswerke wurden 1711 erbaut und das Rathausgebäude im Jahre 1794 angekauft. Außerdem wurde die Festung noch mit dem Turm von Castellas und der Zitadelle „Richelieu“ ausgebaut.

Die Stadt wurde 1839 dann ins Eisenbahnnetz integriert und um 1850 rum kamen immer mehr Fischer aufgrund der besseren Lebensumstände in die Stadt. Die Handelskammer wurde 1872 in Cette gegründet und eine stetige Verbesserung der Infrastruktur war zu erkennen. Die elektrische Straßenbahn fuhr das erste mal im Jahre 1901 durch die Stadt.

Die Schreibweise Sète wurde im Jahre 1928 festgelegt und bis heute beibehalten. Der Fußballverein FC Sète 34 gewann als erster französischer Club in einem Jahr gleichzeitig den Pokal und die Meisterschaft und somit das Double. Der Traditionsverein konnte seine Stärke über die Jahre nicht beibehalten und spielt heute in der sechsten französischen Liga.

Languedoc Geschichte

Donnerstag, 24. Mai 2007

Languedoc ist eine historische Region in Südfrankreich. Sie umfasste das Gebiet zwischen Rhone und Garonne. Die Haupstadt ist Toulouse. Heutzutage ist das ehemalige Languedoc in folgenden Regionen aufgeteilt: Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées und Rhône-Alpes. Der Name Languedoc leitet sich aus dem Okzitanischen (eine regionale romanische Sprache, die vor dem Französischen Landessprache war) ab (französisch: langue d´oc). Die Region blickt auf eine sehr abwechslungsreiche Geschichte zurück. Die Küste der Region wurde bereits in der Antike von den Griechen, den Phöniziern und später den Römern besiedelt. Sie ist für verschiedene Eroberer zu einem besonderen Anziehungspunkt geworden: So wurde sie später durch die Allemanen, Vandalen, Westgoten und Sarazenen erobert. Im späten Mittelalter wurde die Region zum Zentrum der religiösen Bewegung der Katharer. Languedoc wurde erst im Hochmittelalter der französischen Krone unterworfen: wegen der kirchenkritischen, religiösen Strömung der Katharer war der Adel von Okzitanien traditionell mit dem König verfeindet, welcher zusammen mit dem Papst mit großer Härte die Bekenner dieser Strömung erfolgte. Dadurch wurden auch sämtliche Teile der blühenden okzitanischen Kultur zerstört. In der ersten Hälfte der 13. Jahrhundert fanden drei Kreuzzüge gegen die Katharer in Languedoc statt, wobei Tausende von Menschen ermordet wurden, darunter ganze Stadtpopulationen. Man vermutet eine Zahl von 20.000 Opfer allein am 22. Juli 1209 in der Stadt Béziers.
Heute wird unter Languedoc ein Bereich von 17.000 km² zwischen Rhône und Aude, einem Teil der heutigen Verwaltungsregion Languedoc-Roussillon, verstanden.