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Städte in Languedoc: Narbonne

Dienstag, 26. Juni 2007

Narbonne liegt in Südfrankreich im Departement Aude und ist durch den schiffbaren Canal de la Robine mit dem Canal du Midi und dadurch mit dem Mittelmeer verbunden. Es ist mit einer Fläche von ca. 173 km² und Einwohnerzahl von 49.000 eine der größten Städte der Region Languedoc und wurde 118 v. Chr. gegründet. Narbonne war die wichtigste Stadt westlich von Rom. Als Hauptstadt der Provincia Romana Narbonensis ist sie einstmal ein blühender Mittelmeerhafen gewesen. Nach dem Zerfall des römischen Reiches ist Narbonne zur Hauptstadt der Provinz Septimania der Westgoten geworden. Im Mittelalter wurde sie vor allem als Heimat der Katharer bekannt. Als Zeugen der römischen Blütezeit der Stadt stehen beeindruckende Sehenswürdigkeiten: das römische Horreum, die Überreste der Via Domitia im Stadtkern. Als Wahrzeichen der Stadt steht die berühmte St-Just-et-St-Pasteur Kathedrale, deren Grundstein im 13. Jahrhundert gelegt wurde. Narbonne ist außerdem als wirtschaftliches Zentrum eines riesigen Weinbaugebietes bekannt. Ein besonderer Anziehungspunkt ist Palais du Vin, das an der Route Perpignan (N9) liegt und über das ganze Jahr geöffnet ist. Es repräsentiert 2.500 Winzer und bietet kostenlose Weinproben, Informationen und Hilfe bei den Weintouren an. Zu den beliebten Persönlichkeiten der Stadt gehört der französischer Sänger, Komponist, Maler und Dichter Charles Trenet, der 1913 im Narbonne geboren wurde.