Archiv für April 2007

Minerve in Languedoc

Samstag, 14. April 2007

Die Region Languedoc liegt im Süden Frankreichs und ist stark landwirtschaftlich, vor allem durch den Weinanbau, geprägt. Sie ist aufgrund ihrer landwirtschaftlichen Schönheit und ihres Status als Anbaugebiet guter Weine touristisch sehr beliebt. Neben der Regionalhauptstadt Montpellier ist vor allem der Ort Minerve eine zentrale Sehenswürdigkeit. Minerve (benannt nach der römischen Göttin Minerva) wurde im Mittelalter gegründet, auch wenn einige Bauwerke noch wesentlich älter sind. Der Ort imponiert vor allem durch seine besondere Lage. Er befindet sich auf einem Felsen und ist lediglich durch eine Brücke mit einer benachbarten Hochebene verbunden. Heutzutage ist der Ort von kaum mehr als 100 Einwohnern besiedelt doch aufgrund seiner bizarren Schönheit und historischer Bedeutung bei Besuchern Languedocs sehr beliebt. Bekannt geworden ist der Ort durch das Massaker an den Katharern, einer religiösen Gruppierung, die im Mittelalter zu Ketzern erklärt wurde und auf Befehl des damaligen Papstes ausgerottet wurde. Die sich auf dem Berg befindliche Burg (die jedoch im 17. Jahrhundert geschliffen wurde) galt als letzter Zufluchtsort der verbliebenen Katharer, die sich wochenlang dort verschanzten. Zeugnisse dieser Ereignisse sowie die Überreste der damaligen Burg sind noch heute zu besichtigen. Zudem besitzt der kleine Ort ein archäologisches Museum in dem Exponate der benachbarten Höhlensysteme ausgestellt werden. Zu besuchen ist der Ort ganzjährig.

 

Pont du Gard

Montag, 02. April 2007

Wenn man von Languedoc spricht, denkt man an den geschmackvollen Wein der aus Frankreich stammt. Languedoc ist eine ehemalige französische Provinz mit einer langen Tradition im Weinbau. Sie liegt in Südfrankreich zwischen der Rhone und der Garonne. Ihre Hauptstadt war Toulouse. Heute ist das Gebiet der ehemaligen Provinz in drei Regionen aufgeteilt: Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrenees und Rhone-Alpes. Die wichtigste Sehenswürdigkeit dieser Region ist Pont du Gard in Nimes. Die Pont du Gard ist eine römische Aquäduktbrücke mit einer beeindrucksvollen Höhe (50 Meter). Das Besondere daran ist, dass sie den am besten erhaltenen Wasserkanal aus der Römerzeit enthält. Die Brücke wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. gebaut, besteht ganz aus Muschelkalk und diente dem Wassertransport von Uzes nach Nimes. Die Pont du Gard dient seit dem Mittelalter einfach als Brücke. Eine andere Sehenswürdigkeit dieser Region ist das Fabre Museum in Montpellier, das 1825 gebaut wurde. Hier gibt es eine bedeutende Kunstwerksammlung, das erste und wichtigste Gemälde dieser ist -Bonjour Monsieur Courbet-. Narbonne ist eine Stadt für Kunstliebhaber und Historiker, die bedeutendste Provinzhauptstadt zur Römerzeit. Hier sind die Kathedrale Saint-Just, das Römische Horreum und die Überreste der Via Domitia zu sehen.