Archiv für Mai 2007

Languedoc Geschichte

Donnerstag, 24. Mai 2007

Languedoc ist eine historische Region in Südfrankreich. Sie umfasste das Gebiet zwischen Rhone und Garonne. Die Haupstadt ist Toulouse. Heutzutage ist das ehemalige Languedoc in folgenden Regionen aufgeteilt: Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées und Rhône-Alpes. Der Name Languedoc leitet sich aus dem Okzitanischen (eine regionale romanische Sprache, die vor dem Französischen Landessprache war) ab (französisch: langue d´oc). Die Region blickt auf eine sehr abwechslungsreiche Geschichte zurück. Die Küste der Region wurde bereits in der Antike von den Griechen, den Phöniziern und später den Römern besiedelt. Sie ist für verschiedene Eroberer zu einem besonderen Anziehungspunkt geworden: So wurde sie später durch die Allemanen, Vandalen, Westgoten und Sarazenen erobert. Im späten Mittelalter wurde die Region zum Zentrum der religiösen Bewegung der Katharer. Languedoc wurde erst im Hochmittelalter der französischen Krone unterworfen: wegen der kirchenkritischen, religiösen Strömung der Katharer war der Adel von Okzitanien traditionell mit dem König verfeindet, welcher zusammen mit dem Papst mit großer Härte die Bekenner dieser Strömung erfolgte. Dadurch wurden auch sämtliche Teile der blühenden okzitanischen Kultur zerstört. In der ersten Hälfte der 13. Jahrhundert fanden drei Kreuzzüge gegen die Katharer in Languedoc statt, wobei Tausende von Menschen ermordet wurden, darunter ganze Stadtpopulationen. Man vermutet eine Zahl von 20.000 Opfer allein am 22. Juli 1209 in der Stadt Béziers.
Heute wird unter Languedoc ein Bereich von 17.000 km² zwischen Rhône und Aude, einem Teil der heutigen Verwaltungsregion Languedoc-Roussillon, verstanden.